Es ist wohl der Deal des Jahres in Deutschland: Das Traditionsunternehmen Continental AG verkauft seine Industriesparte ContiTech an den Finanzinvestor Lone Star. Gemeinsam mit dem M&A-Team von Weil hat Seitz diesen historischen Deal in kürzester Zeit erfolgreich über die Ziellinie gebracht.
Der Transaktionswert beläuft sich auf rund vier Milliarden Euro, ergänzt um eine erfolgsabhängige Earn-out-Komponente von bis zu 250 Millionen Euro. Nach Anrechnung übernommener Nettoverpflichtungen – insbesondere aus Pensionszusagen und Leasingverhältnissen – rechnet Continental mit einem Netto-Mittelzufluss von annähernd 3,1 Milliarden Euro. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und ist noch für das Jahr 2026 geplant.
ContiTech ist ein führender internationaler Industriespezialist mit rund 22.000 Beschäftigten, davon etwa 7.700 in Deutschland, und einem Umsatz von rund 4,4 Milliarden Euro im Jahr 2025. Das Unternehmen entwickelt und fertigt technische Produkte und Systeme auf Basis von Kautschuk- und Thermoplastwerkstoffen – von Förderbändern und Antriebskomponenten über Fluidsysteme bis hin zu Dämpfungs- und Oberflächenanwendungen.
Das Besondere an diesem Mandat war neben dem Volumen vor allem das Tempo: Für Lone Star stand von Beginn an fest, dass ein speziell zusammengestelltes Team mehrere Wochen mit vollem Einsatz unterstützen musste. Die arbeitsrechtliche Ausgangslage war komplex: ContiTech und die Arbeitnehmervertreter – IGBCE und Gesamtbetriebsrat – hatten parallel zum laufenden M&A-Prozess ein umfassendes Gesamtpaket aus Interessenausgleich, Sozialplan und Zukunftspapier vereinbart. Dieses sieht den sozialverträglichen Abbau von bis zu 3.000 Stellen weltweit vor (davon rund 1.600 in Deutschland).
Lone Star setzte für die arbeits- und versorgungsrechtliche Begleitung dieses Deals auf die Wirtschaftskanzlei Seitz. Das eigens für diesen Deal zusammengestellte Seitz-Team lieferte in allen arbeits- und pensionsrechtlichen Aspekten – von der rechtlichen Analyse und Risikobewertung der bestehenden Vereinbarungen mit den Arbeitnehmergremien über die pensions- und versorgungsrechtliche Due Diligence bis hin zur Ausgestaltung arbeitsrechtlicher Regelungen im Kaufvertrag. Die enge Zusammenarbeit mit dem M&A-Team von Weil, Gotshal & Manges LLP ermöglichte trotz ambitioniertem Zeitplan eine reibungslose und zielgenaue Begleitung der gesamten Transaktion.
Mit diesem Mandat bestätigt Seitz erneut seine führende Rolle als erste Adresse für die arbeitsrechtliche Begleitung von Großprojekten.
Weitere Details finden sich im Artikel von Juve.






